Beeindruckt

Ich glaube, wir waren ziemlich beeindruckt.

Um's also kurz zu machen, wir haben uns leidlich geschlagen uns schieden nach der Vorrunde aus dem Turnier aus. Na ja, hatten wir eben Zeit, Georgien und Tblissi näher kennenzulernen.,

Was wir dann auch ausgiebig taten. Über die näheren Details lasse ich mich hier auch dann nicht weiter aus, ich möchte nur betonen, daß die Trink- und Eßgewohnheiten sich doch teilweise recht deutlich von den unsrigen unterschieden. Mit der Folge, daß Manfred mit gebrochenem Arm wieder nach Hause flog und sich dort dann später einer aufwendigen Knochenübertragung unterziehen mußte. Na ja, auch die Krankenhäuser hatten eben einen etwas anderen Charakter.

Trotz allem war dieser Trip nicht ohne Reiz, wahrscheinlich hätten wir das auch wiederholt, aber ein Jahr später war die Sowjetunion im Umbruch bzw. am auseinanderbrechen, so daß keiner von uns sich traute, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.

Einige Monate nach unserer Rückkehr wurden wir dann doch noch durch den Besuch einer unserer dortigen Betreuerinnen überrascht, die sich über einen längeren Zeitraum bei verschiedenen aus unserer Mannschaft anmeldete und einquartierte.

 

Zehn Tage Georgien - und das 1989

Wie kommt man da denn hin. Bis dahin hatte ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht, denn:

"Wo liegt Georgien überhaupt?" - Heute weiß ich es, damals, na ja!

Also, Georgien liegt am Schwarzen Meer, etwa auf der geografischen Höhe von Sizilien, war zu dieser Zeit ein "Mitgliedsstaat" der UdSSR und zu der Zeit, als wir da waren, konnte man schon die Unabhängigkeitsbestrebungen spüren, die in der damaligen Sowjetunion am gären waren. Georgien und sein damaliger Präsident, Schewardnadse, gehörten damals zu den Vorreitern.

Ansonsten war Georgien teils landwirtschaftlich, teils aber auch industriell (vor allem Erz- und Mineralabbau) geprägt.

Und warum ich dort war - nun Tblissi, die Hauptstadt ist Partnerstadt von Saarbrücken und hatte zu einem Fußballturnier eingeladen. Irgendwie war diese Einladung zum Landesjugendring Saar gelangt, der seine Mitgliedsverbände bat, eine Mannschaft zusammenzustellen.Nun ja, so kam ich nach Tblissi wie die Jungfrau zum Kind.

Irgendwie hatte wohl keiner der Mitgliedsverbände so richtig Lust, sodaß letztendlich ein verwegener Trupp von, ich glaube 11 Leutchen, die noch nie zusammen gespielt hatten und sich auch kaum kannten, nach Georgien flogen, die Fahne des Saarlands würdig zu vertreten.

Ähh, warum das so pathetisch klingt ?

Nun, was keiner von uns gewußt hatte:

Alle anderen Mannschaften, also Kiew, Lissabon, FC Tirol und wie sie alle hießen, hatten Ausscheidungsturniere gespielt, nur um dort antreten zu dürfen. Und dann kam aus dem beschaulichen Saarland der "Hobby - Thekenmannschafts - Nichttrainiert - Trupp" und hatte im ersten Spiel vor ca. 8000 Zuschauern gegen Tblissi's Auswahl anzutreten.

 

Georgien

Georgien ist ein eurasischer Staat an der Grenze zwischen Europa und Asien in Transkaukasien, östlich des Schwarzen Meeres und südlich des Großen Kaukasus gelegen. Im Norden wird er von Russland, im Süden von der Türkei und Armenien, im Osten von Aserbaidschan begrenzt. Die Landesteile Abchasien und Südossetien sind abtrünnig und werden nur von Russland und einigen weiteren Staaten als souverän anerkannt.

Mit rund 3,7 Millionen Einwohnern (2015) auf einer Fläche von 57.215 km² (ohne die abtrünnigen Landesteile) ist Georgien eher dünn besiedelt. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadtregion um Tiflis, weitere große Städte sind Kutaissi, Batumi und Rustawi.

Quelle: Wikipedia

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