Überfall

Na ja, ein richtiger Überfall war's nicht, aber gestern morgen hat eine weitere Katze versucht, den Keller zu annektieren und hat Feli(x) ihr Futter, das sie sowieso verschmäht hat, geklaut. Annektion abgewehrt, doch der Irrsinn geht weiter.

Eben haben wir feststellen müssen, dass irgendein Minderbegabter jetzt anfängt, Lebensmittelreste durchs - geöffnete - Fenster in den Keller zu werfen, Wurst, Ei, alles, was die Katze nicht braucht. Da kann ich mir nur an den Kopf fassen.

(Dauer-)Gast

Seit ein paar Tagen streicht auffallend oft eine schwarze Katze um die Schule, hockt sich vor die Eingangstüren, mauntzt und versucht permanent in die Schule zu kommen. Die Katze ist seit langem immer mal wieder hier auf dem Schulhof gewesen, nie lange, die muss irgendwo aus der Nähe sein.

Was tun? Na ja, Kira und Lena haben sich dann ein wenig gekümmert, ein Körbchen für die Nacht vor die Tür gestellt, was soll man tun? Aber eine Dauerlösung kann das nicht sein, es wird schon recht kalt nachts.

Verletzt scheint sie auch zu sein, in die Nähe des rechten Hinterlaufs darf sie niemand berühren. Ansonsten wirkt sie für einen Streuner aber sehr gepflegt.

Am nächsten Tag, es hat sich wohl rumgesprochen, dass es eine "Schulkatze" gibt, trudeln von allen Seiten Futterspenden, gute Ratschläge und Tipps ein, bis zum Nachmittag sieht alles gut aus, sie will immer noch in die Schule, mittlerweile ist sie Gesprächstoff allenthalben. Doch dann endet der Versuch, sie bei einem Tierarzt vorzustellen und sie dann in einer Gastfamilie 5 Km von hier unterzubringen, im Desaster. Was genau passiert ist, weiß keiner, aber abends, bei Abschluss eines Elternabends an der Schule, meldeten mehrere Lehrer, dass die Katze wieder da sei. Verstört wirkte sie.

Und so zog sie dann in unserem Keller ein, Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten wurden geschaffen, Deckchen und Kissen bereitgestellt, meine Mädels waren im Glück.

Der nächste Tag, mittlerweile der dritte, brachte endlose Telefonate, Versuche, einen Tierarzt zu finden, das Ordnungsamt zu informieren, Kontakt zum Tierheim aufzunehmen - schon komisch, was man alles so erleben kann. Bemerkenswert dann ein Telefonat mit einer älteren Dame, die bei einem Verein aktiv ist, der sich um Katzen kümmert. Einen Arzt sollen wir finden, Kosten würden bis zu einem gewissen Betrag übernommen, wenn nix geht, würde sie sich eben kümmern.

Endlich, am späteren Nachmittag dann der Rückruf einer Tierärztin in der Nähe, die bereit war, sich "Felix" anzusehen. Und abends? Felix ist ganz lethargisch, mittlerweile vermutet Kira, dass Felix eher Feli ist und macht sich große Sorgen, Feli(x) könnte doch ernster krank sein. Mittlerweile sind wir mit Futter bestens versorgt, eine Transportbox haben wir auch bekommen - ob wir die morgen noch brauchen?

Eine etwas unruhige Nacht, morgens hat Silvia sich nicht getraut, alleine in den Keller zu gehen, nicht wissend, was sie erwartet.

Aber Entwarnung, Feli(x) ist putzmunter und hungrig. Um halb neun geht die Klingel, das Ordnungsamt ist da, will die Katze mitnehmen, ins Tierheim bringen - Aufstand all überall, das ist keine Fundsache, das ist ein Lebewesen. Nach der Info, dass Feli(x) dem Tierheim zu erkennungsdienstlichen Maßnahmen vorgestellt werden muss und dass der Besitzer ein halbes Jahr Zeit hat, seine Katze zurück zu fordern, sind sie dann wieder los.

Der Keller füllt sich langsam mit Futter, Transportbox, Näpfchen, alles, was das Tier so braucht. 10 Uhr, Tierarztzeit! Heute ging das völlig problemlos, alles OK, gesund, ca. 10 Jahre alt, bisschen Floh, bisschen Wurm, sonst alles gut.

Auf der Autobahn, ....

Der Plan war klar, heute sollte es zur Geburtstagsbespassung nach Neunkirchen. Pünklich gestartet, um 17 Uhr sollte es losgehen. Zwischen Heusweiler und Kreuz Saarbrücken, bei um die 120 Km auf der Überholspur dann seltsame Geräusche. Erst dachten wir an den Strassenbelag, aber es war uns nicht geheuer. Also knapp 600m vor dem Kreuz die Standspur gepachtet.

Hinten links gab's keinen Reifen mehr, die komplette Flanke war weg, die Lauffläche hat - hoffentlich - die Alufelge gerettet, die flog zum Glück nicht davon. Warndreieck gesucht, Warndreieck gefunden, weit hinter dem Auto aufgestellt.

Und dann den ADAC angerufen, weil auf der Autobahnseite arbeite ich nicht am Auto. Eigentlich sollte ja die luxemburger TOTAL-Versicherung greifen, aber der Mitarbeiter am Telefon reagierte recht unwirsch und verwies auf seinen Feierabend, bevor er einfach auflegte.

Knapp 2 Stunden später traf dann der ADAC-Mann ein, er hatte den Standort mißverstanden und uns auf der falschen Autobahn gesucht. Meine Güte, das ist schon ein elender Job. Bei jedem LKW, der sich zeigte, wurde die Arbeit unterbrochen, der Mann begab sich hinter mein Auto, bis der Laster weg war, machte dann weiter. Irgendwie bezeichnend. Bezeichnend auch, dass in der gesamten Zeit, die wir dort standen, nicht ein einziger Fahrer auch nur den Fuss vom Gas genommen hätte.

Na ja, alles ging gut, Ersatzrad drauf, Formalitäten erledigt und dann wieder nach Hause, alle vier mit zittrigen Knien.

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